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30.06.2017 – Volles Programm

Samstag, 01. Juli 2017

Heute Morgen waren alle früh wach und so standen wir bereits kurz vor halb acht beim Frühstück. Da es erst ab halb acht Frühstück gibt mussten wir sogar noch kurz warten. Wir waren dafür die ersten und konnten dann auch in Ruhe frühstücken. Simon hatte sich heute nachdem er mehr schlecht als recht seinen Brei gegessen hatte, auf den Blumenkübel eingeschossen. An diesem zieht er sich hoch und steht dann strahlend davor während er die Blumenerde rauswirft. Da wir direkt daneben saßen konnten wir das meistens verhindern. David isst morgens seine Ei-Variationen entweder Spielei oder Rührei mit etwas Butterbrezel. Manchmal noch als Nachtisch Waffel oder Pfannkuchen. Julia hat sich auf Bohnen eingeschossen und isst zurzeit morgens mit einer Vorliebe Bohnen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass sie das schon so lange nicht mehr gegessen hat. Ralf hat noch keinen Favoriten gefunden, was das Essen angeht.

Nach dem Frühstück ging es noch eine Runde ins Spielzimmer und dann machten wir uns startklar für eine Bootsfahrt auf dem Schluchsee. Heute sollte es trocken aber windig sein und ab morgen sagt der Wetterbericht Regen an. Hoffentlich verbläst es bei dem starken Wind den Regen noch.

Nach Schluchsee ist es nicht weit und beim zweiten Anlauf machte auch unser Auto mit. In Schluchsee finden dieses Wochenende mehrere Events statt, so dass die Zufahrtsstraßen teilweise gesperrt sind. Wir taten uns deshalb schwer, die Zufahrt zum Schiffsanleger zu finden. Irgendwann schafften wir es dann doch noch und parkten am Bahnhofsparkplatz und liefen von dort zur MS Schluchsee. Ein Motorboot, das 2014 in der Lux-Werft gebaut wurde und vom Niederrhein bis Heilbronn auf Rhein und Neckar überführt wurde und dann mit einem Schwertransport an den Schluchsee kam. Der Schluchsee ist ein Stausee, der in einem ehemaligen Gletscherbecken liegt. Die Staumauer ist 63 Meter hoch und mit dem Wasser des Sees wird Strom erzeugt. Allerdings nur in Hauptabnahmezeiten. Wir hatten die erste Rundfahrt an diesem Morgen und das Schiff war noch nicht besonders voll. Wir konnten uns am Tisch ganz vorne gegenüber des Kapitäns ausbreiten. Simon bekam einen Brei und David aß eine Scheibe Fleischkäse mit Brötchen. Die Rundfahrt dauerte 70 Minuten und verging schnell. Es war mit den Kindern angenehm und entspannt. David fand Boot fahren toll und wir konnten zwischendurch auch kurz auf das Oberdeck. Von hier aus schauten wir beim dritten Halt das An- und Ablegen an und bewunderten die Staumauer. Oben gibt es ein Steuerrad, an dem Kinder spielen können. David war das einzige Kind das Gefallen daran fand beschäftigte sich schön damit. Danach ging es nur noch zurück nach Schluchsee. Es ging heute ein starker Wind, der einem das draußen sein schon verleiten konnte.

In Schluchsee liefen wir zurück zum Auto. Für einen Spaziergang auf der Staumauer oder sonst etwas war es uns zu windig. Wir fuhren noch spontan nach Titisee weil wir hier einige Souvenirläden erwarteten. Befremdlich war in Titisee allerdings schon das Parken. Pro Stunde zwei Euro und maximal zwei Stunden sind erlaubt. Viel mehr will man sich aber auch nicht leisten. Es ist krass wie viele Busse hier ankommen. Dafür kommen sehr wenige Leute unten bei den Bootsanlegern an. Wir sind gemütlich Richtung See gelaufen und haben David unterwegs Kuckucksuhren gezeigt. Die fand er ganz lustig. Glücklicherweise kam er nicht auf die Idee eine haben zu wollen. Wir haben uns darüber amüsiert, dass in dem Souvenirladen eine Asiatin an der Kasse stand und ein Ostdeutscher im Laden beraten hat. Sehr authentisch. J

Einige Meter weiter gab es die Märklin-Welt. Mit der Hochschwarzwaldkarte kommt man kostenlos rein. Hier sind über drei Stockwerke mehrere Eisenbahnwelten aufgebaut. Ralf faszinierte die Star Wars –Welt. Diese ist treffend echt nachgebaut. Julia kannte die ganzen Namen der dort ausgestellten Exponate nicht. Ralf schon. David drückte am liebsten immer auf die Knöpfe weil sich dann irgendwo etwas tat. Die Ausstellung ist nicht riesig aber nett gemacht mit vielen Details.

Danach sind wir zum Riesenrad gelaufen und auf Davids Wunsch eine Runde Riesenrad mit Blick auf den Titisee gefahren. Wir waren zeitweise die einzigen Fahrgäste und durften lange fahren. Wir waren dankbar, dass wir nur einmal ganz oben anhielten und sonst einfach im Kreis herumfuhren, da es oben sehr zog und damit sehr kalt war. Der Blick war schön in alle Richtungen. Danach hatten wir noch Zeit für eine Bootsrundfahrt und so nutzen wir unsere Hochschwarzwaldkarte noch einmal. Mit einem Motorschiff, das 120 Personen befördern kann, sind wir noch 25 Minuten über den Titisee geschippert. Zwischendurch war der Wind nicht ganz so stark, dass David und Julia eine Runde auf das obere Deck gehen konnten. Simon und Ralf aßen Babybrei und danach spielte Simon mit unserem Rucksack. Er wurde langsam ungehalten weil er nicht auf dem Boden herumkrabbeln konnte. Solche Ausflüge findet er nur noch mäßig spannend weil er sich nicht frei bewegen kann. Wenn er stabil läuft wird das wieder besser. David fand die Bootsfahrt wieder toll.

Nach der Bootsfahrt liefen wir zügig zurück zum Parkplatz und kamen gerade noch rechtzeitig innerhalb der zwei Stunden. Nun ging es zurück zum Hotel, kurz aufs Zimmer und dann zur süßen Stunde. Immerhin haben wir heute das Mittagessen ausgelassen, was wir aber beim Abendessen problemlos wieder hereinholten.

Zwischendurch machten wir noch einen Abstecher in das letzte Spielzimmer hier im Haus, das HalliGalli. Julia und Ralf fanden sogar Zeit miteinander Tischtennis zu spielen. Wir stellten jedoch schnell fest, dass wir etwas aus der Übung sind. Julia bekam nach einiger Zeit noch einen Mitspieler. Simon wollte auf ihren Arm und fand es super lustig und krähte vergnügt vor sich hin, während Mama mit ihm auf dem Arm weiterspielte. David fuhr ausdauern Bobby Car und baute mit großen Bauklötzen oder kroch durch einen kleinen Tunnel. Später bauten wir noch gemeinsam aus den Klötzen eine kleine Bällebahn und malten miteinander. Julia fuhr noch mit David eine Weile Bobby Car, wobei das mit dem speziellen Bobby Car anstrengender war als das Tischtennisspiel mit Simon auf dem Arm. Simon war heute Mittag sehr Mama anhänglich. Sobald er die Mama sah krabbelte er zügig zur Mama und wenn sie dann aus seinem Sichtfeld verschwand meckerte er.

Da wir heute einen Tisch im Fannys reserviert hatten, mussten wir schon um 17:30 Uhr beim Essen im Restaurant Fannys sein. Das Fannys bietet entweder verschiedene Fondue oder Grillen am Tisch an. Während eines Aufenthaltes darf man dieses zwei Mal nutzen. Da es sehr beliebt ist gibt es hier zwei Speisezeiten. 17:30 Uhr und 19:30 Uhr. Wir hatten uns für die frühere Zeit entschieden und für das Grillen. Hierzu hatten wir unseren eigenen Tisch mit einem Grill in der Mitte. Man bekommt eine Platte mit Fleisch und Würstchen und kann zusätzlich Fisch und Grillkäse erhalten. An Beilagen kann man sich an einem Buffet bedienen. Zum selbst Grillen bekommt man dort Tomaten, Paprika, Zucchini, Pilze oder Maiskolben oder bereits fertig stehen Pommes, Bratkartoffeln oder Grillgemüse bereit. Auch Soßen und Dips kann man sich noch holen. Weiterhin gibt es ein Salatbuffet. Für die Kinder hätte es noch Spareribs, Hamburger oder Spaghetti gegeben. David aß fleißig Nürnberger und wir hatten Hähnchen, Rind und Schwein. Auf Nachfrage erhält man gerne noch einen Nachschlag. Es war ein tolles Erlebnis und hat Spaß gemacht. David war gut versorgt als er fertig war, da es im Restaurant auch eine Rutsche gibt. Nur Simon war aufgebracht, da er schon wieder nicht krabbeln durfte.

Wieder oben reservierten wir gleich noch einen Tisch für nächsten Dienstag. So haben wir noch einmal die Möglichkeit zu Grillen. Im Spielzimmer war noch nichts los und wir waren für uns alleine. So erbarmte sich Julia und nahm Simon mit bis oben zur Rutsche. Simon durfte unterwegs auf Entdeckungstour gehen. Als Julia das ganze nun zum ersten Mal komplett von innen sah war sie total platt, was es hier alles gibt. Da ist das Spielzimmer im Engel lächerlich. Die Rutsche ist eng, geht aber für Julia noch. Als die Minidisko vorbei war wurde es voll und gingen wir nach oben und machten uns langsam bettfertig. Das war ein langer und erlebnisreicher Tag, alle sind müde und deshalb geht es ab ins Bett.

28.06.2017 – Wir erkunden unser Hotel

Mittwoch, 28. Juni 2017

Simon war heute unser Frühaufsteher und füllte gleich seine Windel. Leider gibt es nur in Davids Zimmer eine Wickelmöglichkeit und auch alle Kleider von Simon waren im dortigen Schrank, so dass wir zwangsweise in das Zimmer mussten und David deshalb bereits um kurz nach sieben Uhr aus dem Schlaf rissen. Er hatte tatsächlich noch tief und fest geschlafen. Dafür waren wir dann alle sehr früh fertig und konnten zum Frühstück. So früh war es dort noch leer und wir saßen wieder an unserem Stammplatz und konnten in Ruhe frühstücken. Auch die Jungs machten recht gut mit. Von unserem Tisch aus konnten wir toll die Wolken bzw. den Nebel beobachten, wie er sich immer wieder hereinschob und dann wieder vom Wind weggeblasen wurde. Zwischendurch konnten wir nicht einmal mehr das Haus der Natur direkt gegenüber sehen.

Nach dem Frühstück waren wir eine Weile im betreuten Kinderbereich und Simon fühlte sich bei den Kleinkindern wohl, auch wenn die anwesenden Kleinen sehr unruhig waren. Er erkundete alles und lachte mit jedem. David war bei den über Dreijährigen und war gar nicht zum Lachen aufgelegt. Hier war Backen geplant. David weigerte sich strickt mitzumachen. Da er nicht mitmachen wollte, mussten wir den unteren Bereich verlassen und so gingen wir. Ralf und Julia wollten gerne die Arkaden besuchen, das sind einige kleine Läden die direkt mit dem Feldberger Hof verbunden sind, man muss aber trotzdem ins Freie. Es sind ein sehr kleiner Sportladen, ein kitschiger Souvenirshop, ein Kleiderladen und ein kleiner Supermarkt. Es war nett die Läden anzuschauen, gefunden haben wir nichts.

Danach sind wir aufs Zimmer und haben Simon gefüttert und David hat einen Snack zu sich genommen. Simon hat noch eine Weile geschlafen und David mit Papa Bücher gelesen.

Zum Mittagessen kamen wir durch die vielen Bücher, die David lesen wollte nach 12 Uhr und konnten uns unseren Platz nicht mehr aussuchen. Wir hatten einen unglücklichen Platz in der Nähe einer Treppe, der auch eng war. So war es mit David beim Essen stressig und mit Simon auch, der nach einiger Zeit dann doch wieder aufwachte. Simon aß mal wieder das Gläschen, das er gestern noch mochte, heute überhaupt nicht. David aß dafür Cannelloni wie ein Scheunendrescher. Julia und Ralf fiel es heute zum ersten Mal schwer etwas für sich zum Essen zu finden. Interessanterweise waren wir beide nicht begeistert. So fiel das Mittagessen etwas spärlicher aus, was uns sicher nicht schadet.

David war heute wieder einmal schwer für etwas zu begeistern, also gingen wir zunächst in das große Spielzimmer. Dort kam uns ein anderes Kind zu Hilfe, das seinen Vater fragte, wann sie denn nun endlich zum Trampolin gehen würden. David wollte natürlich sofort auch zum Trampolin. Als er dann aber hörte, dass man sich dafür umziehen muss, wäre die Vorfreude schon fast wieder komplett umgeschlagen. Letztendlich schafften wir es umgezogen zur Fundorena zu gehen. Die Fundorena beherbergt einen Indoorkletterparcours, einen Fitnessraum, eine Kunsteisbahn, eine Sporthalle und drei Trampolinbereiche. Als Hotelgast darf man die Fundorena kostenfrei nutzen. Da wir aber auch wussten, dass um diese Zeit das Ponyreiten im Erdgeschoss der Fundorena stattfindet, haben wir David erst einmal dorthin gelotst und es hat gefruchtet. Er wollte sofort reiten und kam glücklicherweise auch in der nächsten Runde schon dran. Mit der Hochschwarzwaldcard reitet man pro Tag 10 Minuten kostenfrei. Die haben wir heute genutzt. Das reicht für David aber auch aus. Hierfür bekommt man einen Helm und dann durfte sich David eines der beiden Ponys aussuchen und entschied sich für Bless. Julia führte David dann zehn Minuten in der Reithalle im Kreis herum, wenn Bless nicht gerade pinkelte oder sonst keine Lust zum Laufen hatte. David fand es toll und genoss den Ritt. Aber nach den zehn Minuten war es auch ok aufzuhören. Mal sehen wann er wiederkommen will.

Anschließend gingen wir hoch zu den Trampolinen. Hierfür mussten wir noch ein Formular ausfüllen und bekamen hübsche giftgrüne Leibchen zum Überstreifen. Zusätzlich benötigt man Spezialsocken, die man einmalig kaufen muss. David wartete erstaunlich geduldig, bis Julia und er endlich fertig umgezogen waren und es losgehen konnte. Ralf kam mit Simon in der Manduca noch einige Minuten mit und schaute sich alles an, ging dann aber noch ein wenig zu den anderen Geschäften bei der Gondel und anschließend zurück aufs Zimmer.

David hatte Glück und wir waren fast alleine im Kinderbereich. Dieser ist schön gestaltet, man hat viele kleine Trampoline, die z. B. als Treppenstufen angeordnet sind oder die durch kleine Hindernisse voneinander getrennt sind. Man kann auch noch ein wenig klettern oder den Kletterern im Hochseilparcours zuschauen. Wir verbrachten in diesem und dem zweiten Balltrampolinbereich ca. eine Stunde. Im zweiten Bereich gibt es in einem Rechteck viele größere und kleinere Trampoline über welchen zwei Basketballkörbe hängen und wo auch an den Wänden Trampoline sind.

Heute bekam David auch die Gelegenheit Schlittschuhfahrern zu zuschauen. Mal sehen ob er das noch versuchen möchte.

Leider mussten wir an der Kasse sehr lange warten bis wir endlich unsere Hochschwarzwaldkarten zurückbekamen. Das fand David ganz furchtbar und wurde auch sehr ungehalten. Da Geduld auch nicht Julias Stärke ist, müssen wir uns nicht wundern, woher er das hat.

Mit Ralf und Simon trafen wir uns in der Nähe der Gondel und liefen im leichten Regen zur Gondel, wo wir Roland wieder trafen und auf die blaue Gondel warten durften. Mit der kleinen Kuh fuhren wir gegen 16 Uhr auf den Feldberg. Unterwegs hörte es glücklicherweise auf zu regnen. Dort oben warteten wir bis die zweite blaue Gondel mit der großen Kuh kam. Die Kuh ist die Resi, das Maskottchen, das als Stofftier in der Gondel mitfährt. Unten mussten wir noch eine knappe viertel Stunde warten und dann durften wir wieder helfen die Gondeln aufzuräumen. Zwischendurch erfuhren wir noch einiges über den Feldberg. Sie haben hier oft Probleme mit dem Wind, dass ihnen dieser den Schnee wegbläst und so oben kein Schnee mehr vorhanden ist. Leider macht sich hier der nicht bewaldete Gipfel bemerkbar. Auch mit Eis, das sich an den Zugseilen der Lifte und den Sesseln festsetzt, haben sie im Winter öfter Probleme. Interessanterweise wird am Feldberg nicht wie sonst in anderen Skigebieten zu einem bestimmten Termin geöffnet, sondern dann wenn zum ersten Mal wirklich richtig Schnee liegt. Es kann dann sein, dass alle Lifte außer der Gondel laufen, weil diese noch in der Revisionsphase ist. Oft muss dann alles sehr schnell gehen.

Auch dieses Mal half David fleißig mit die Gondeln zu schieben, da kein zweites Kind da war, durfte er jede schieben. Das schaffte er nicht so ganz, aber fast jede. Wir bedankten uns ganz herzlich bei Roland, der sehr nett ist und extrem toll mit Kindern umgehen kann. David durfte auch immer den Knopf drücken um die Gondel anzuhalten und bekam zum Abschied noch eine Ansteckresi geschenkt.

Nun ging es zurück zum Hotel, wo wir einen Glasbläser zu Gast hatten. Dieser blies zusammen mit den Kindern Kugeln, die man dann auch mit nach Hause nehmen durfte. David schaute sich das aus einer sicheren Entfernung gerne an. Selber eine Kugel blasen und verzieren wollte er allerdings nicht. Wenn wir ihn fragten warum, sagte er, er hätte Angst vor dem Feuer. Auch die Zusicherung, dass ihm nichts passieren kann und er nicht einmal in die Nähe der Flamme kommt, änderte nichts. Schade.

Auf dem Zimmer zogen wir uns nur kurz ein wenig um und gingen dann direkt zum Essen. Dieses Mal waren wir ganz vorne dabei als der Speisesaal geöffnet wurde und so konnten wir uns unseren Tisch wieder aussuchen. Simon aß seinen Brei sehr gut und David fand Schweinefleisch mit Pommes heute Abend super. Auch Julia und Ralf wurden, mehr als ihnen lieb war, fündig. Bei den Vorspeisen gab es schon tolle Dinge und auch die Hauptgerichte waren sehr lecker. Und auch der Nachtisch war nicht zu verachten.

Nach dem Abendessen flüchteten wir durch den Bereich der Kinderdisko und gingen noch einige Zeit zum Indoorspielplatz. Dort war ein Junge, mit dem sich David ganz gut verstand und die dann schön miteinander spielten. Mit der Zeit wurde es richtig voll und wir und der Junge gingen. Damit war ein weiterer Tag zu Ende.

Inzwischen ist das Wetter gekippt und wir haben einen ordentlichen Sturm um das Hotel pfeifen und der Regen prasselt an die Scheiben.

Heimfahrt

Montag, 15. September 2014

Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Koffer und räumten unser Zimmer, das wir ausnahmsweise etwas länger behalten konnten. Normalerweise müssen die Zimmer bis 10:30 Uhr geräumt sein, was für uns stressig geworden wäre.

David schlief uns kurz nach Riezlern ein. Wir konnten so bis zum Aichelberg fahren ohne, dass David meckerte. So war es echt entspannt und wir waren froh, einmal staufrei fahren zu können. Ralf hatte die gute Idee, im Breuningerland Mittag zu essen und so stoppten wir am Breuni in Sindelfingen und aßen im Miyo. David futterte sein Gläschen und im Anschluss erledigten wir noch einige notwendige Einkäufe.

Auf dem letzten Stück unseres Heimwegs wurden wir am Böblinger Waldfriedhof noch Zeuge eines Auffahrunfalls. Glücklicherweise gab es keine ernsten Verletzungen bei den Beteiligten.

Als wir endlich zu Hause waren, freute sich David wieder frei spielen zu können und nutze seine gewohnte Umgebung aus mit all seinen Spielsachen.

Unser letzter Tag

Sonntag, 14. September 2014

Entgegen der verschiedenen Wetterberichte, die wir am Samstag angesehen hatten, wachten wir auf und hatten strahlenden Sonnenschein. Es ist beeindruckend, wenn man im Bett liegt und die Sonne über den Baumwipfeln am Heuberg stehen sieht.

Beim Frühstück überlegten wir uns, wie wir unseren Tag gestalten wollen. Wir entschieden mit dem Bus zur Walzerschanze zu fahren und von dort durch die Breitachklamm zu laufen. David kam bei Julia in die Manduca und los ging es. An der Walserschanze stiegen außer uns noch einige aus und machten sich mit uns auf Richtung Breitachklamm. Auch aus dem Hotel war noch eine Familie mit ihren beiden Kindern und einem Hotelbuggy dabei. Das erste Stück ging es recht steil den Berg hinab und bot auch schon viele schöne Blicke auf die Breitach und ihre Zuflüsse. David war ganz fasziniert und schaute immer zum rauschenden Wasser. Sein Köpfchen ging immer wieder hin und her. Spätestens als wir am Eingang der Breitachklamm ankamen, waren wir extrem froh, dass wir ohne Buggy unterwegs waren, hier ging es eine steile, unebene Treppe hinab. Der obere Teil der Klamm ist eng und zum Teil auch recht dunkel. Ralf stellte richtigerweise fest, dass die Breitachklamm durchaus auch als Schlechtwetterprogramm sinnvoll ist, da die Sonne gar nicht bis unten durch kommt. Man wurde vom Spritzwasser auch so nass. Irgendwann schlief David dann doch ein und schlief bis wir fast durch die Klamm durch waren. Die Klamm ist beeindruckend, allerdings wären einige Schautafeln schön gewesen. Erst am Ende oder am Eingang Tiefenbach gab es ein paar Infos. Das Wetter zog langsam wieder etwas zu, aber da es immer noch schön war beschlossen wir unser Bergbahnticket noch einmal auszunutzen und fuhren mit dem Bus nach Oberstdorf.

Oberstdorf hat einen Stadtbus, der in unserer Gästekarte auch inkludiert ist und mit dem wir quasi eine Stadtrundfahrt machen konnten. Oberstdorf ist ein nettes Städtchen, das irgendwann mal einen weiteren Besuch lohnt. Mit dem Bus fuhren wir zur Nebelhornbahn. Bis zur Gipfelstation fährt man mit drei unterschiedlichen Gondeln. Mit der ersten Gondel der Nebelhornbahn fuhren wir zur Station Seealpe. Unser Gondeliere erzählte, dass er heute bisher 20x hoch und wieder runtergefahren sei. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass er noch einige Stunden Arbeitszeit vor sich hatte. Er wies uns auch noch auf den Uhu und einen Adler hin, die im Garten der Seealpe zu sehen waren. Die beiden haben an der Station Seealpe auch eine Voliere, in der sie sonst sind.

An der Seealpe gab es für David ein Mittagsgläschen und Julia und Ralf aßen auch eine Kleinigkeit und tranken einen halben Liter frische Milch. Am Nebentisch saß ein Ehepaar aus England mit dem wir noch ins Gespräch kamen. Dabei lernten wir, dass Gondel im englischen als Cable Car bezeichnet wird.

Leider zog das Wetter etwas zu, so dass wir noch kurz zu den beiden Vögeln gingen und dann mit der Gondel zum Höfratsblick fuhren. Dort stiegen wir um und fuhren direkt zum Nebenhorngipfel mit einer deutlich kleineren Gondel weiter. Schade war, dass die andere Seite des Tals komplett in den Wolken lag und wir nur Richtung Oberstdorf einen schönen Blick ins Tal hatten. Ralf schlug vor, dass wir vom Gipfel bis zur Station Höfratsblick laufen. Das machten wir auch und waren etwas überrascht, wie steil es doch war. Von der Gondel aus, hatte es bei weitem nicht so steil gewirkt. Das obere Stück ging auch nur durch Geröll und später ging es auf einen asphaltierten Weg weiter, der allerdings auch mit Geröll übersät war. David war in der Manduca glücklicherweise eingeschlafen, so dass wir auf ihn nicht achten mussten. Nur als Julia auf dem Geröll ein wenig wegruschte, schaukelte David ein wenig, wachte aber nicht einmal auf. Nach einer dreiviertel Stunde waren wir wieder unten und gingen direkt zur Gondel. Wir konnten zwar mit der nächsten Gondel hinunter fahren, dafür war sie aber auch bis auf den letzten Platz voll. Das heißt bis auf den letzten Stehplatz, da alle 50 Personen stehen. :-)

An der Seealpe stiegen wir um und genossen noch einmal den Blick von oben auf Oberstdorf und die Skisprunganlage. Die Schanzen sehen von oben sehr beeindruckend aus.

Unten ging es mit dem Bus wieder zum Busbahnhof und von dort zurück ins Kleinwalsertal. Das letzte Stück zum Hotel hoch war der längste Anstieg des Tages. Zum Abendessen wurden wir wieder sehr verwöhnt.

Ein Tag mit viel Abwechslung

Samstag, 13. September 2014

Heute ist großer Abreisetag. Alle Familien in unserem Essensabteil außer uns reisen heute ab, auch Maja mit ihren Eltern. Mal sehen wie voll es heute wieder wird. Die letzten Tage waren es ja ca. 60 Personen, wahrscheinlich waren die Hälfte davon Kinder. Um kurz vorzugreifen: Es kamen ungefähr gleich viele Personen an, wie abgereist sind, allerdings sind es jetzt viele kleine Kinder. David ist bei weitem nicht mehr der Jüngste.

Da es wieder regnerisch war, sind wir mit David nach dem Frühstück in den Toberaum. Zuerst einmal ist Julia einige Male mit David gerutscht, was ihm Spaß machte. Unten im Toberaum konnte er dann frei spielen. Wir haben ihn auch mal ins Bällebad gesetzt, das fand er allerdings nicht so toll und meldete sich deutlich, dass er wieder raus wollte. Nachdem er einige Zeit unten gespielt hatte, sind wir noch mit ihm ins Babyspielzimmer. Da am Samstag kein Kinderprogramm stattfindet aufgrund des großen Bettenwechsels, hatten wir hier wieder alles für uns. Da hat sich wieder mit den unterschiedlichen Spielsachen beschäftigt und sich nur zwischendurch umgesehen, ob Mama und Papa noch da sind. Ganz toll fand er Kuckuck mit drei bunten Glasfenstern zu spielen. Julia war kurz draußen und dann wartete er schon ganz gespannt, wo sie denn wieder auftauchen würde. Bei David merkt man inzwischen ganz deutlich seinen Bewegungsdrang. Aber das führt auch dazu, dass er viel müder ist als früher. Jetzt kann die Stimmung teilweise auch ganz schnell umschlagen und dann ist mit ihm nicht mehr gut Kirschen essen. Gegen 12 Uhr gab es Mittagessen für uns drei und anschließend fiel David in sein Bettchen und war sofort eingeschlafen.

Julia und Ralf setzten sich für eine Weile mit Babyfon in die Lounge und tranken noch in aller Ruhe Tee. Während wir gemütlich unseren Tee tranken, riss es auf und die Sonne kam hervor. So schmiedeten wir Pläne, was wir noch unternehmen könnten, wenn David wieder aufgewacht war. Wir kamen zu dem Ergebnis, zum Walmendinger Horn zu fahren und den Gipfel zu erklimmen. Damit uns das noch reichte, weckten wir David kurz vor 14 Uhr, zogen ihn um und wackelten mit ihm in der Manduca zur Bushaltestelle. Dort erreichten wir direkt den Bus nach Baad und stiegen Mittelberg Alpenrose raus. Zurzeit wird die Ortsdurchfahrt von Mittelberg saniert, weshalb die meisten Busse nicht durch Mittelberg fahren. Bis zur Talstation der Walmendinger Hornbahn war es ein Stück zu laufen, aber das machte die Vorfreude wett. In der Gondel, die für 40 Personen ausgelegt ist und nur gute fünf Minuten bis zum Gipfel fährt, stellten wir fest, dass es schon wieder ganz schön zugezogen hatte. So kamen wir auf dem Weg nach oben schon wieder in die Wolken. Die Gondel ist im Vergleich zum Fellhorn richtig schnuckelig.

Oben gingen wir die paar Meter zu einer Aussichtsplattform und schauten durch einige Wolkenlücken ins Tal. Das ist richtig schön, weil unten dann sonnige Flecken zu sehen sind. Wenn man sich dann ein bisschen dreht hat man den Eindruck vor einer weißen Wand zu stehen. Danach gingen wir in das Gipfelrestaurant und genehmigten uns einen Kuchen. Der Einkehrschwung war jedoch vor allem David geschuldet, da er noch keinen Nachmittagsbrei bekommen hatte und so dort oben essen durfte.

Wir waren ganz erstaunt, als gegen 15:15 Uhr ein Brautpaar mit seiner kleinen Hochzeitsgesellschaft das Gipfelrestaurant betrat. Die beiden hatten sich einen originellen Ort zum Feiern ausgesucht. Ralf fragte beim Zahlen nach, wann denn das Brautpaar mit seiner Gesellschaft wieder hinunterfahren würde. Die Bedienung sagte: Spätestens mit der letzten Gondel um 16:45 Uhr, für die Gesellschaft werde keine Ausnahme gemacht. Außerdem waren sie bereits für 14 Uhr angemeldet, jetzt müssten sie halt etwas schneller essen.
Wir waren etwas verwundert, da wir schon erwartet hatten, dass man dann eben später die Gondel noch einmal für das Brautpaar einmal fahren lässt und sie dort länger bleiben können. Bei klarer Sicht ist doch bestimmt der Ausblick bei Nacht auch schön.

Wir wollten dann doch noch gut gestärt wenigstens einen Gipfel erklimmen. Von der Bergstation waren es gute 15 Minuten bis zum Gipfel, allerdings ziemlich steil bergauf und auf teilweise rutschigen Wegen. Insofern war es ganz geschickt, dass heute Julia David trug. Wir kamen glücklich oben beim Gipfel an und stellten fest, dass hier an allen Seiten nur Wolken zu sehen waren. So machten wir einige Fotos und liefen dann wieder zurück zur Bergstation, weil mit so wenig Ausblick auch der höchste Gipfel langweilig ist.

Da gerade eine Gondel abgefahren war, hatten wir in der Bergstation einige Minuten Wartezeit zu überbrücken. Julia schaute sich im Restaurant eine Rückentrage für Kleinkinder an, die dort von Deuter zu Testzwecken an Touristen verliehen wird. Dies ist momentan an allen Gipfelstationen der Fall. Wir hatten uns an der Kanzelwand schon gewundert, warum alle mit dem gleichen Modell der Deuter Rückentrage unterwegs waren. Jetzt hatten wir die Antwort. Leider fanden wir das Modell nicht so ansprechend und waren froh über unsere Manduca.

Zurück in der Gondel freuten wir uns, wieder ins Sonnenlicht im Tal zu kommen. Von der Gondel aus hatten wir noch einmal einen tollen Blick ins Gemsteltal, das wir ja bereits erwandert haben.

Als wir unten waren beschlossen wir noch beim Zafernalift vorbei zu gehen und zu schauen, ob es noch reicht einmal hoch und wieder runter zu fahren. Wir hatten noch einmal Lust Sessellift zu fahren und das war so noch eine geschickte Möglichkeit. Außerdem lag er auf dem Weg und es war kein schlimmer Umweg, falls sie uns nicht mehr mitnehmen würden.

Wir hatten Glück, der untere Liftmitarbeiter meinte, es sollte noch reichen einmal hoch und wieder runter zu fahren. So setzten wir uns hinein und waren auch guter Dinge, bis der Lift nur noch sehr langsam fuhr und auch zwischen durch immer wieder stoppte. So brauchten wir für den Weg nach oben doch länger als erwartet und wir begannen uns Sorgen zu machen, da wir nur zwei oder drei Minuten Puffer bis zur letzten Talfahrt beim Einstieg hatten. Als wir endlich oben ankamen, war der Puffer aufgebraucht und wir mussten den Liftmitarbeiter am oberen Einstieg ein wenig überreden, uns wieder ins Tal zu befördern. Ein wenig murrend stimmte er dann aber doch noch zu. David konnte auf dem Weg nach unten noch einmal die Kühe und Schafe bewundern und wir waren zufrieden. Als wir aus dem Sessel aufgestanden waren, wurde direkt der Lift abgestellt. Da hatten wir wirklich Glück gehabt.

Zurück im Hotel freute sich David, dass es noch viel Zeit auf dem Boden beim Spielen verbringen konnte und verteilte seine Spielsachen wie jeden Tag im kompletten Hotelzimmer. Gegen 18 Uhr machten wir uns auf zum Abendessen und genossen ein sehr leckeres Essen. David war wieder unruhig und hatte wenig Lust in seinem Stuhl sitzen zu bleiben. Abgelenkt bekamen wir ihn mit etwas Brotrinde. Die lutscht er inzwischen ganz gerne und vieles davon wandert sogar in seinen Magen.

Gestern hatten wir Premiere, David schlief ruckizucki schon vor 20 Uhr ein und so beschlossen wir noch ein wenig fernzuschauen. Leider fanden wir nichts Tolles und hatten dann keine Lust mehr alle Sender durchzusehen. Aber Rainer und Andrea retteten uns indem sie uns schrieben, dass gerade das Basel Tattoo 2014 in SF1 käme. So war der Abend gerettet und wir konnten noch einen schönen Fernsehabend erleben. Wobei es uns schon fast schwer fiel, das Ende noch zu sehen, in den letzten Tagen haben wir uns wohl doch zu sehr daran gewöhnt, um 21 Uhr einzuschlafen.

Whisky-Tasting bei Highland Park

Freitag, 21. September 2012

Kirkwall

Nach einem weiteren gemütlichen Frühstück erkundeten wir heute Kirkwall.

Unser erstes Ziel war das Grain Earth House. Dabei soll es sich auch um ein Kammergrab handeln. Wir haben es auch gefunden, uns aber entschlossen, dass wir nicht losziehen wollten, um den Schlüssel in einem nahegelegenen Gebäude abzuholen. Es war ein recht niedriger Hügel und wirkte auch nicht so beeindruckend und anders als die anderen Häuser, die wir in dieser Art schon gesehen haben.

Danach haben wir uns mit einer Fertigkeit auseinandergesetzt, für die Orkney bekannt ist: Schmuckherstellung. Hierbei gab es dann auch noch eine Kleinigkeit für Julia.

IMG_8605Bei strahlendem Sonnenschein besichtigten wir den Earl’s Palace und   den Bishop’s Palace, der deutlich älter war und später als Teil im Earls Palace aufging.

1607 war mit dem Bau des Earl’s Palace begonnen worden. Der damals herrschende Lord Orkney war einer der größten Tyrannen. Er unterdrückte seine Lehensnehmer. Später wurden er und sein Sohn hingerichtet. Der Earl’s Palace wurde nach deren Tod weiterhin sporadisch als Sitz des Bischofs genutzt bevor er vom Staat übernommen wurde im 18. Jahrhundert zerfiel. IMG_8622

Am Bishops Palace gibt es die Möglichkeit auf einen Turm zu steigen, von dort oben hat man einen tollen Blick auf die St. Magnus Kathedrale. Dort oben ist auch ein Schild angebracht, wie alt welcher Teil der Kathedrale ist. Das war beeindruckend, weil man durchaus auch an den IMG_8167verwendeten Steinen erkennen konnte, welche Teile zu einer anderen  Zeit gebaut worden sein mussten. Die Kathedrale war im 12. Jahrhundert begonnen worden.

Die Kathedrale ist ein riesiger Bau, der einen erahnen lässt, wie groß und beeindruckendIMG_8641 die vielen Kathedralen, wie  Elgin, Kelso oder St. Andrews auf dem Festland einmal gewesen waren. Eigentlich ist die Kathedrale recht schlicht, aber die Bauweise fasziniert. Die Säulen im Kirchenschiff haben mehr als 1 Meter Durchmesser. Es sind die Schlichtheit und die Größe, die beeindrucken.

Wir schauten uns noch das Tankerness House mit dem Orkney Heritage Museum an. Hier wird viel von der Geschichte Orkneys erzählt, weiterhin sind einige Räume zu sehen, wie sie in einem Herrenhaus ausgesehen hatten. IMG_8680 Netterweise ist hier der Eintritt frei und man kann nach Belieben spenden.

Für den Nachmittag hatten wir uns für eine Tour bei Highland Park angemeldet. Hierfür bietet Highland Park einen Fahrservice an, sofern  man irgendwo in Kirkwall wohnt. Eine Dame holte uns mit dem PKW an unserem Cottage ab und fuhr uns dorthin. Als alle für die 15 Uhr Tour anwesend waren, führte uns IMG_8683James in einen Raum und zeigte uns einen Film. Dieser zeigte die Grundlagen der Whisky-Produktion bei Highland Park.

Highland Park mälzt die Gerste noch selbst und hat hierfür fünf Malting Floors. Zum untersten im Erdgeschoss gingen wir im Anschluss. Auf jedem Geschoss werden acht Tonnen Gerste zeitgleich ausgebreitet, regelmäßig gewendet und von dort in einen Kiln gebracht. Im Kiln wird über einem Torf- und Kohlefeuer die Gerste getrocknet.

IMG_8694 Bei Highland Park wurden wir total überrascht: Da wir mit einer Gruppe von 15 Personen eine sehr große Gruppe waren, erklärte uns James alles zu Maischebottich und Gärbottich über ein Mikrofon, während wir auf einer Empore einen Blick auf die Bottiche werfen konnte. Das war doch eher enttäuscht. Zu einer guten Führung gehört ein Blick in die Bottiche und vor allem der Geruch.

IMG_8738 Im Destillierhaus gibt es vier Brennblasen, zwei für den ersten Brennvorgang, zwei für den zweiten. Den Spirit Safe erwähnte James noch nicht einmal.

Danach ging es ins Lagerhaus, leider durften wir nur in einen mit Glasscheiben abgetrennten Raum. Zu einer sehr guten Führung gehört ein Besuch in einem Lagerhaus, aber nicht mit einem Blick durch eine Glasscheibe, sondern direkt im Lagerhaus. Man muss auch hier den Geruch riechen können.

Die Führung endete im Tasting Room mit einem Tasting von vier Whiskys: Highland Park 12 Jahre, Leif Erikson, 18 Jahre und 25 Jahre. Highland Park bietet keine Woodfinishes an, IMG_8740 sondern viele unterschiedliche Altersstufen. Gereift wird der Whisky vor allem in Sherryfässern.  Da wir heute gefahren wurden, konnten wir beide trinken. :-)

Aus Julias Sicht ist Highland Park grundsätzlich ok, aber keiner der Favoriten. Gut ist der 25 Jährige, der 18 Jährige ist auch ok.

Ralfs Tasting Notes: Highland Park 18 und 25 sind erstaunlich wenig rauchig im Vergleich zum 12. Beide sind aber unglaublich komplex und gehören durchaus zu Ralfs Favoriten.

Zum Abend Essen haben wir uns Tortellini gekocht. Das war auch mal nett und haben uns einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher gemacht.

Feueralarm

Mittwoch, 17. August 2011

Mittwoch, 17.08.2011 – morgens 0:50 Uhr

Feueralarm!

Wir waren beide im Tiefschlaf, als plötzlich der Feueralarm losschellte. Völlig verschlafen standen wir auf und zogen uns Schuhe an und waren gerade am Überlegen, was wir denn mitnehmen sollten, als Julia kurz vor die Türe ging und dort auch unsere Hausmama Jean traf, die uns glücklicherweise mitteilte, dass es falscher Alarm war.

So richtig bewusst wurde uns erst nach dem wir wieder im Bett lagen, was da eigentlich gerade los war. In dem Moment wo die Klingel losging, lief alles irgendwie automatisch ab.

Jedenfalls haben wir uns danach überlegt, was wir denn eigentlich hätten mitnehmen wollen, und nun werden wir abends das wichtigste auf dem Nachtisch griffbereit hinlegen. Hoffentlich werden wir nie wieder diesen Fall haben!

Im Nachhinein entschuldigte Jean sich noch mehrfach, sie war auch total verstört in der Nacht, genauso wie Paulina, und erklärte, dass es vermutlich eine Spinne war, die in den Feuermelder geklettert war und dadurch den Alarm auslöste.

Bald geht’s wieder los!

Freitag, 10. September 2010

Freitag, 10.09.2010

Nachdem wir bald zu unserem nächsten Urlaub Richtung Großbritannien aufbrechen werden, haben wir das Blog wieder aktiviert und freuen uns, unsere Erlebnisse wieder mit Euch teilen zu dürfen.

Am Montag, 13.09.2010 geht’s los!

Der letzte Tag

Dienstag, 14. Juli 2009

Samstag, 27.06.2009

Am Morgen unseres letzten Flitterwochen-Tages haben wir zunächst die Koffer fertig gepackt und alles ins Auto verladen. Da wir noch sehr viel Zeit bis zu unserem Flug hatten, wollten wir noch etwas unternehmen.

Wir fuhren also zunächst zu King John’s Hunting Lodge, ein sehr altes Haus eines Wollhändlers, das als Museum für die örtliche Geschichte genutzt wird. Leider war noch geschlossen und ein Blick auf die Öffnungszeiten verriet uns, dass wir noch bis zum Nachmittag hätten warten müssen. Das hätte sich wegen des Fluges aber nicht gelohnt.

Deswegen entschlossen wir uns, zum Wookey Hole zu fahren, da wir sicher waren, dass dieses bereits geöffnet war. Dort angekommen hätten wir jedoch eine Kombikarte für die dortige Höhle, das Museum, einen Circus, … kaufen müssen. Der Eintritt in die Höhle allein war nicht möglich. Diese Kombikarte war ziemlich teuer, so dass wir uns auch hier entschlossen weiterzufahren.

In der Nähe des Flughafens von Bristol befand sich noch Tyntesfield House. Tyntesfield House ist ein viktorianisches Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, das noch vor nicht allzulanger Zeit von einem alleinstehenden Mann bewohnt war. Es befindet sich deswegen auch noch mitten in der Restaurierungsphase, so dass man nicht in alle Räume kann und viele Räume auch noch nicht restauriert und vollkommen heruntergewirtschaftet sind.

Haupteingang von Tyntesfield House

Haupteingang von Tyntesfield House

Zum Anwesen von Tyntesfield gehört auch ein riesiger Garten, eine Stallanlage und eine Kapelle, die problemlos für 30-50 Besucher Platz bieten sollte. Nachdem wir in diesem riesigen Anwesen die Zeit bis zu unserer Abreise verbracht hatten, brachen wir Richtung Flughafen auf.

Kapelle von Tyntesfield House

Kapelle von Tyntesfield House

Gartenimpressionen von Tyntesfield House

Gartenimpressionen von Tyntesfield House

Nachdem wir den Mietwagen abgegeben hatten, fanden wir noch die Zeit, ein letztes Mal das englische Essen zu genießen. Interessant dabei ist, dass im Flughafen von Bristol die meisten Restaurants hinter der Sicherheitskontrolle sind, so dass man auch die angebotenen Steaks ohne scharfe Messer essen muss. Wir wollten das nicht riskieren und genehmigten uns einen Burger.

Unser ständiger Begleiter

Unser ständiger Begleiter

Leider hatte unser Flug nach Amsterdam etwas Verspätung, so dass die knapp kalkulierte Umstiegszeit noch knapper wurde. In Amsterdam haben wir es dann glücklicherweise noch zu unserem Anschlussflug geschafft, unser Gepäck leider nicht. So konnten wir den Abend ganz unbelastet genießen und bekamen unser Gepäck am nächsten Tag mit dem Kurier zugestellt.

Noch ein Regentag

Dienstag, 14. Juli 2009

Freitag, 26.06.2009

Morgens sind wir noch trocken in Exeter gestartet. Leider haben wir unterwegs festgestellt, dass alle Sehenswürdigkeiten, die wir vom National Trust noch ansehen wollten, freitags geschlossen haben. Wir sind dann direkt über unsere erste Autobahn in diesem Urlaub nach Weston-super-Mare gefahren.

Unterwegs fing es an, in Strömen zu regnen. Das Navi wollte uns dann an einer Ausfahrt rausschicken, die Ralf noch zu früh war. Deshalb blieben wir dann auf der Autobahn, um an der am nächsten an Weston-super-Mare gelegenen Ausfahrt abzufahren. Das Navi war dann der Meinung, wir sollten dann an der nächsten Möglichkeit rausfahren. Wir sind dann auch der Anweisung gefolgt, netterweise war es dann ein Rasthof, aus dem man nur wieder auf die Autobahn kam. Damit hat uns das Navi ganz schön an der Nase herumgeführt.

Bei der nächsten Möglichkeit sind wir dann tatsächlich abgefahren und nach Weston-super-Mare rein. Wir haben in einem Parkhaus eines Einkaufszentrums direkt am Meer geparkt und sind in die Tourist Information gegangen, wo wir sehr nett und zuvorkommend beraten wurden. Wir sind dann gegen 11 Uhr bereits in unserem letzten B&B „The Beaches“ eingezogen. „The Beaches“ liegt direkt an der Strandpromenade und wir hatten aus unserem Zimmer einen schönen Blick auf das Meer.

Promenade von Weston-super-Mare

Promenade von Weston-super-Mare

Nachdem der Regen dann wieder nachgelassen hat, haben wir eine ausgedehnten Spaziergang am Strand entlang gemacht und sind ein Stück des Weges mit dem „Land Train“ zurückgefahren. Ein Touri-Zug, der eigentlich mehr für Kinder ist, aber trotzdem lustig war. In Tourist Information haben wir noch einen Tipp für ein Abendessen eingeholt. Dem Tipp sind wir gefolgt und haben einen Tisch bei einem Griechen reserviert.

An der Strandpromenade wurde gerade eine Ausstellung von Sandfiguren vorbereitet. Leider konnte man noch nicht in den Ausstellungsbereich, aber von einer hohen Stelle der Kaimauer konnte man hineinsehen.

Sandfiguren in Weston-super-Mare

Sandfiguren in Weston-super-Mare

Wir uns dann noch einen Mittagsschlaf gegönnt, bevor wir in das Seaquarium gegangen sind. Das ist ein Aquarium, etwas klein und ungepflegt, aber nett. Man kann dort auch Fische adoptieren, beliebt waren vor allem die vielen schönen bunten Fische.

Wir wollten dann bei strahlendem Sonnenschein noch einmal zum Wasser. Leider war gerade Ebbe, weshalb sich das sehr schwierig gestaltete. Gemeinsam sind wir dann gemütlich ins Watt gewandert. Auf einmal schrie Ralf auf. Er steckte mit einem Bein bis zur Hüfte im Wasser, mit dem anderen hing er auf dem Knie auf festem Untergrund. Das war aber auch das einzig Gute, da sein anderer Fuß noch keinen Halt gefunden hatte. Ralf hielt Julia davon ab, von der einen Seite zu Nahe zu kommen. Von der Seite, wo wir sicher wussten, dass der Boden nicht nachgibt, zog Julia Ralf dann wieder heraus. Als wir dann beide wieder in Sicherheit waren, war es lustig, aber zwischendurch war es doch ein recht großer Adrenalinstoß.

Ralf zu Beginn der Wattwanderung

Ralf zu Beginn der Wattwanderung

Ralf nach der Wattwanderung

Ralf nach der Wattwanderung

Unterwegs haben wir uns dann mit unseren Wasserflaschen wieder gereinigt und den Schlamm abgespült. Da Ralfs Hose komplett schlammig war, hat er sie unter der Dusche ausgewaschen. Wir haben abends dann noch versucht sie soweit wie möglich trocken zu föhnen, da wir ja am nächsten Tag wieder zurückfliegen wollten.

Fürs Essen mussten wir uns dann etwas beeilen um pünktlich zu kommen, wir haben es aber doch geschafft. Wir haben ein leckeres Essen bekommen und sind bei Dimitios nett bedient worden. Überrascht waren wir über die viele Polizeipräsenz, die wir im Laufe des Abends beobachten konnten. Ralf sprach eine Gruppe Polizisten dann auch darauf an und sie erzählten, dass sie vorbeugend da sind, um Zwischenfälle zu verhindern. Bisher wirkt es wohl auch gut.

Unser Abend endete mit Packen, was in unserem recht kleinen Zimmer nicht so einfach war. Wir haben letztlich dann doch noch alles in die Koffer gebracht. Für den nächsten Morgen blieb nicht mehr viel übrig.